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Stolpersteine in Solingen Wald.. 12 Verlegeorte .. 12 Schicksale Stolpersteine in Solingen Wald.. 12 Verlegeorte .. 12 Schicksale

Stolpersteine in Solingen Wald.. 12 Verlegeorte .. 12 Schicksale

Entfernung in Kilometer
14,3 km
Dauer in Stunden
2–3 Std
Steigung in Höhenmeter
290 Hm
Anzahl der Orte
12 Orte

Tourübersicht

Start Solingen-Wald, Altenhofer Straße Linie Ziel Solingen-Wald, Altenhofer Str.

Charakteristik

Rundtour städtisch Bergisches Land

Rundtour, hauptsächlich durch städtisches Gebiet. Mittlerweile gibt es von mir mehr als 11 sog. Stolpersteintouren .. und immer wieder stockt mir beim Lesen der Stolpersteine der Atmen.

Schwierigkeitsgrad

entspannt 2–3 Std 290 Höhenmeter

Entspannt. leichte Rundtour mit ein paar kleinen Steigungen. Überwiegend auf guten Radwegen / Radstreifen, durchaus familienfreundlich

Hintergrund

spirituell kulturell

Solingen galt als die Synagogenstadt. Hier lebten viele jüdische Mitbürger, hier gab es auch zahlreichen Widerstand gegen den NS-Staat.

Sichtbar zu machen, an wen hier gedacht wurde, die dann - meist weit weg von der Gesellschaft, interniert, deportiert und eingefercht waren oder nur in den KZ ankamen, um am gleichen Tag vergast zu werden.

ProfilbildBuRe Kürten

Start

Einlassen auf die Vergangenheit

Start
0 km

Solingen - Wald, Altenhofer Straße

de.wikipedia.org

1

Stolperstein: Ernst Bertram

Kultur
0,1 km

Altenhofer Str. 76: Ernst Bertram wurde in Solingen geboren. Schon früh hatte er Kontakt zum Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) wo er im Februar 1929 Leiter der KJVD-Bezirksleitung und im September 1929 in das Zentralkomitee des KJVD gewählt wurde. Ab Juli 1930 gehörte er der engeren Reichsleitung des KJVD an. Ebenso war er Redakteur der Zeitung Junge Garde in Berlin. In dieser Funktion wurde er zu Studienzwecken nach Moskau gesandt und kam über Erfurt und Düsseldorf nach Leverkusen, wo er 1933 festgenommen wurde und bis Dezember im Zuchthaus Lüttringhausen in Schutzhaft war. Danach wurde er Leiter der inzwischen illegalen KPD in Hagen und später Wuppertal, wo er mit Wilhelm Reeks zusammen versuchte, die Parteiorganisation neu aufzubauen. Einer erneuten Verhaftung entging er, indem er die Leitung in Bielefeld übernahm. Im D-Zug Berlin-Düsseldorf wurde er 1935 festgenommen und am 22. November 1935 in Wuppertal als Hauptangeklagter im Rahmen der „Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse“ wegen „Hochverrats“ zu 15 Jahren Haft verurteilt, die er erst im Zuchthaus Münster und später im Zuchthaus Brandenburg-Görden verbrachte. Dort starb er am 29. Oktober 1938 an einer Lungentuberkulose.

2

Stolperstein: Hans Debus

Kultur
0,5 km

Krausen 1-3: Hans Debus wurde 1919 in Solingen geboren. Schon als Jugendlicher verteilte er Flugschriften gegen das NS-Regime. Der Verhaftung entging er 1937 durch die Flucht nach Belgien wo er dann der KPD beigetreten ist. Bei einem Grenzübergang wurde er 1939 verhaftet und nach Berlin-Moabit, 1940 in das KZ Dachau und 1941 in das KZ Buchenwald verlegt. 1944 gelang ihm die Flucht aus dem Messelager Deutz. Er tauchte bei seiner Schwester in Solingen unter, wo er 1945 an Lungentuberkulose verstarb.

3

Stolperstein: Albert Tobias

Kultur
1,5 km

Menzelstraße 15: Albert Tobias wurde am 21. Mai 1891 in Heimbach/Neuwied geboren und war wohnhaft in Köln und Solingen. Vom 17. November 1938 bis zum 23. Februar 1939 war er im KZ Dachau inhaftiert. Er wurde von Köln am 30. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt und am 3. Mai 1942 in das KZ Kulmhof gebracht wo er ermordet wurde. Er wurde 51 Jahre alt

4

Stolperstein: Wilhelm Kratz

Kultur
2,4 km

Stresemannstraße 23: Wilhelm Kratz wurde 1906 in Solingen geboren. Bereits 1933 wurde er wegen Bandendiebstahls zu 7 Monaten Haft verurteilt und floh danach in die Niederlande. 1934 wurde er wegen Hochverrat und Waffenbesitz verurteilt und zur Fahndung ausgeschrieben. 1935 befand er sich illegal in Solingen, um innerhalb der KPD über die Brüsseler Konferenz zu berichten. 1937 wurden 17 Solinger Bürger zu Haftstrafen verurteilt, weil sie ihm nahestanden, darunter seine Ehefrau Elfriede. Nach dem Überfall auf die Niederlande 1942 zog Kratz nach Belgien und wurde am 1. Januar 1942 dort entdeckt. Bei der Verhaftung erschoss Kratz einen Polizisten und einen Wehrmachtsangehörigen, wobei er selbst verletzt wurde. Am 31. August wurde Kratz vom Sondergericht Essen zum viermaligen Tod verurteilt und am 5. Oktober 1942 durch das Fallbeil im Polizeigefängnis Klingelpütz in Köln hingerichtet.

5

Stolperstein: Walter Koch

Kultur
3 km

Schlossstraße 8: Walter Koch wurde 46 Jahre alt. Gegen das NS-Regime ging er in den Widerstand /KPD, wurde 1937 verhaftet und kam zunächst ins Gefängnis Solingen, dann ins Zuchthaus Oberem, 1944 kam er ins Strafbatallion 999 und fand im Sept. des Jahres in Baumholder den Tod.

de.wikipedia.org

6

Stolperstein: Werner Schütz

Kultur
3,2 km

Schlossstraße 33: Über Werner Schütz ist wenig bekannt. Er kam 1941 mit 27 Jahren ins Zuchthaus und wurde zum Tode verurteilt. 1942 floh er und kam dabei ums Leben.

7

Stolperstein: Karl Meisenbach

Kultur
4,8 km

Tiefendick 6: Karl Meisenbach wurde 1918 in Solingen geboren. Wegen einer Befehlsverweigerung zur Judenerschießung wurde er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und anschließend 4 Jahre wegen Wehrkraftzersetzung in eine Strafkompanie eingewiesen. Nach seiner Fahnenflucht wurde er am 11. Dezember 1942 vom Kriegsgericht Metz zum Tode verurteilt und am 4. Januar 1943 in Metz als Deserteur hingerichtet.

8

Stolperstein: Georg Bethke

Kultur
5,7 km

Rosenkamper Straße 10 b: Georg Bethke wurde 51 Jahre alt. 1937 wurde er verhaftet, kam dann ins KZ Mauthausen und wurde im April 1944 ermordet.

9

Stolperstein: Franz Wenders

Kultur
8,1 km

Kotzerter Straße 25: Franz Wenders wurde mit 42 Jahren ermordet. Er wurde 1943 von einem Sondergericht im Landgericht Wuppertal wegen Heimtücke zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt und in der Strafanstalt Freiendiez ermordet.

de.wikipedia.org

10

Stolperstein: Ewald Peiniger

Kultur
9,7 km

Deller Straße 25: Ewald Peiniger wurde 56 Jahre alt. Er wurde in Gestapohaft mißhandelt und starb dabei 1937

11

Stolperstein: Hans Lichtenthäler

Kultur
11 km

Dültenstaler Str. 54: Hans Lichtenthäler wurde 1942 in das Wehrmachtsgefängnis Glatz und später dann nach Italien gebracht. 1944 lief er zu den itiänischen Partisanen über und heiratet am 5. November 1944 eine italienische Jüdin. Er wurde als Deserteur zum Tode verurteilt und am 18. April 1945 in Spilimbergo hingerichtet. Er wurde 26 Jahre alt.

12

Stolperstein: Willi Haas

Kultur
11,5 km

Friedrich-Ebert-Straße 32: Willi Haas wurde 39 Jahre alt. Er ging in den Widerstand gegen das NS Regime, wurde mehrmals verhaftet und kam zuletzt 1937 wegen Hochverrat ins Zuchthaus Herford. 1943 kam er dann ins Strafbataillon 999, und starb dort 1945

Ziel

12 Orte, 12 Stolpersteine,

Ziel
14,3 km

Solingen - Wald, Altenhofer Straße

stolpersteine.wdr.de

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