Rundtour ländlich Bergisches Land
Rundtour, hauptsächlich durch ländliches Gebiet.
entspannt 2–3 Std 240 Höhenmeter
Entspannt. Verbunden wird der erste Wipperfürther Stolperstein am Rathaus für Klara Raffelsieper mit der Stolperschwelle in Wipperfürth-Kreuzberg (1 von bisher 50 verlegten Stolperschwellen in Europa) mit einer Rundtour über den Bahntrassenweg Wipperfürth - Marienheide mit einem der Wipperfürther Kirchdorfradwege, die Kreuzberg einbinden. Eine nachdenkliche kleine Runde mit gemächlichen Steigungen.
spirituell kulturell
9. Juni 1942: 44 Frauen, die als Patientinnen im Liebfrauenkloster in Wipperfürth_Kreuzberg lebten, wurden an diesem Tag in die Provinzial Heil-und Pflegeantalt (PHP) Galkhausen gebracht, weiter verlegt und im Rahmen der Aktion Hadamar T1umgebracht.
Wipperfürth, Parkplatz Ohler Wiesen
an der Wupper vor dem Sperrwerk: Kunstwerk und ein Original, der vorgab, mit reinem Nichtstun durchs Leben zu kommen.
auf dem Kirchplatz in Wipperfürth: er scheint uns zu mahnen, zu ermahnen, zu erinnern.
vor dem Wipperfürther Rathaus: Klara Raffelsieper, geboren 1886, befand sich ab 1934 in mehreren "Heilanstalten" und wurde im Rahmen der Aktion T4 1942 in der Tötungsanstalt Hadamar sofort ihrer Verlegung ermordet. Sie wurde 48 Jahre alt. Mitten unter uns.
Der Stolperstein wurde erst 2024 nach Anregung eines Wipperfürther Bürgers verlegt.
mit Blick auf Niederwipper: ruhig, die Zeit scheint still zu stehen, die Steine die Zeit zu überdauern .. und dennoch: Wunden bleiben zurück.
historisches Gebäude auf der Westfalenstraße: Kreuzberg ist das östlichste Kirchdorf der Hansestadt Wipperfürth. Der Ort liegt auf etwa 375m Höhe, nahe der westfälischen Grenze. Zusammen mit der Ortschaft Kupferberg ist Kreuzberg das einwohnermäßig größte Dorf in Wipperfürth. Schon von weitem sieht man die Kirchturmspitze der kath. Pfarrkirche, die im Jahre 1867 erbaut wurde. Kreuzberg hat eine Reihe von Denkmal-Häusern auf der Westfalenstraße, die auf Tafeln gut beschrieben sind. Der Geschichte nach waren die hl. drei Könige auf dem Weg nach Köln und übernachteten in diesem Gebäude.....
Im Siepen direkt an der Kirche
Westfalenstraße
ehem. Liebfrauenkloster in Kreuzberg: Der 9. Juni 1942 hat für die Geschichte von Wipperfürth-Kreuzberg eine besondere Bedeutung. 44 Frauen, die als Patientinnen im Liebfrauenkloster lebten, wurden an diesem Tag in die Provinzial Heil- und Pflegeanstalt (PHP) Galkhausen weggebracht.
Die Frauen mit leichten geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen kamen dann fast alle in andere Anstalten weiter östlich und wurden sehr wahrscheinlich allesamt ermordet. „Eine der Bewohnerinnen, die regelmäßig für das Kloster im Dorf Besorgungen machte, wurde schreiend in ein Polizeiauto gezerrt und blieb ebenfalls verschwunden“, erinnert sich ein Zeitzeuge.
Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.
Gunter Demnig zitiert den Talmud
Damit diese Frauen und das Verbrechen an ihnen nicht in Vergessenheit geraten, wurde am Sonntag, 3. November 2024, vor dem ehemaligen Kloster an der Westfalenstraße 5, eine „Stolperschwelle“ verlegt – die erste in Oberberg überhaupt.
Vor 32 Jahren hatte der Kölner die allerersten Stolpersteine verlegt, mittlerweile liegen mehr als 100 000 Stolpersteine in fast allen europäischen Ländern. Jeder einzelne Stein erinnert an einen Menschen, der in der NS-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert oder in den Selbstmord getrieben wurde. An Orten, wo vielen Menschen den Nazis zum Opfer fielen – wie in Kreuzberg – werden Stolperschwellen anstelle der Stolpersteine verlegt.
Wipperfürth, Parkplatz Ohler Wiesen: Frühjahr 2026: vor 84 Jahren wurden aus Wipperfürth im Namen des nationalsozialistischen Rassenwahns mehr als 44 Frauen verschleppt und in Hadamar ermordet.
Ende 1940 wurde das Gebäude der Landesheilanstalt Hadamar in eine Tötungsanstalt umgebaut. Auftraggeber war die Organisation der zentralgesteuerten „Erwachseneneuthanasie“, die später als „Aktion T4“ bezeichnet wurde. In der Berliner Tiergartenstraße 4 – daher „T4“ – hatte die Organisation ihren Hauptsitz.
Der Stolperstein wurde in 2024 verlegt, die Stolperschwelle im November 2024. Bis heute gibt es 113000 Stolpersteine in 32 Ländern.
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