Streckentour ländlich Andere Region
Streckentour, hauptsächlich durch ländliches Gebiet. Streckentour, hauptsächlich durch ländliches Gebiet. Streckentour auf dem hessischen R8. Weg meist geteert. Zu Beginn steiler Anstieg aus Idstein heraus, und dann abwärts nach Walsdorf. In Bad Camberg kurz bergauf zur Kirche, dann in Tallagen durch Wiesen und Dörfer nach Limburg auf den Domberg. Von dort an Lahn und Elbbach entlang nach Hadamar.
anregend 5–6 Std 230 Höhenmeter
Anregend. Im ersten Viertel eine anspruchsvolle Steigung, von Bad Camberg bis Hadamar entspannt durch Flusstäler.
spirituell kulturell
Die Tour verbindet Kirchen, die je auf verschiedene Weisen den Glauben in Bilder zeigen. In der Unionskirche sind die farbkräftigen Bilder an Decke und Emporenbrüstungen frisch renoviert, in der Christuskirche in Walsdorf sind Sie himmlisch behütet. In St. Peter und Paul in Bad Camberg hat Giuseppe Appiani vor 250 Jahren das Leben der beiden Kirchenpatrone an die Decke gemalt und in Hadamar können Sie an der Decke der St. Nepomuk-Kirche das Leben und Wirken, das Leiden und Sterben des Märtyrers Johannes Nepomuk erleben.
Sie fahren von der Unionskirche durch die Altstadt Idsteins auf den hessischen R8 steil bergauf aus der Stadt hinaus, dann bergab nach Walsdorf zur dortigen Christuskirche im alten Ortskern. Weiter geht es auf dem R8 nach Bad Camberg, dort hinauf in die Altstadt zu St. Peter und Paul. Wieder zurück auf dem R8 führt die Tour durch das Emsbachtal über Limburg in das Fürstenstädtchen Hadamar, einst Zentrum des Hadamarer Barock, zur St. Johannes Nepomuk Kirche.
Idstein: Die Tour beginnt am Bahnhof in Idstein. Anreisemöglichkeit mit der Bahn auf der Bahnlinie Limburg-Frankfurt.
Idstein: Die Stiftskirche St. Martin wurde 1330 bis 1350 unter Graf Gerlach erbaut. Sie wurde von 1665 bis 1677 durch Graf Johann umfangreich zur Predigt- und Hofkirche umgebaut. Die Decke des Hauptschiffes ist mit großformatigen Ölgemälden aus der Rubensschule vollständig ausgemalt.
Der Name Unionskirche wurde 1917 anlässlich des hundertsten Jubiläums der Vereinigung von lutherischer und reformierter Kirche im Herzogtum Nassau (Nassauische Union) verliehen.
Die Gemälde wurden restauriert und erstrahlen seit Sommer 2017 in neuem Glanz.
Infos Pfarramt Albert-Schweitzer-Str. 4, 65510 Idstein
Tel 06126/2787. Montag bis Mittwoch von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, Donnerstag von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Idstein-Walsdorf: 1652 bis 1663 errichtet. Sie ist im gotischen Stil errichtet, weist allerdings romanische Elemente auf, wie auch ausgeprägte Barockmalereien. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 600sten Jahrestag der Ersterwähnung von christlichem Leben in Walsdorf erhielt die Kirche den Namen Christuskirche.
Im Kirchenschiff ein hölzernes Tonnengewölbe mit Bemalung 1660 durch Veit Graf (Freilegung 1967). 1905 Entfernung der Chorempore und Ausmalung des Chores, 1934 Übermalung. Auf der dreiseitigen Empore Malereien und Sprüche von 1661–1731 (1967 freigelegt).
Infos Pfarramt Pflasterwiese 5, Idstein-Walsdorf
Tel 06434/7228 mittwochs 11.00-12-00 Uhr.
ev.kg.walsdorf-taunus[æt]t-online.de
Bad Camberg: Der im Kern gotische Westturm wurde 1580 errichtet. Das Kirchenschiff wurde von 1777 bis 1779 gebaut. Ein Wandgemälde im Chorraum mit der Darstellung eines überlebensgroßen Christus wurde 1835 von Philipp Veit gemalt. Die großen Deckengemälde stammen vom Mainzer Hofmaler Joseph Appiani mit Szenen aus dem Leben der beiden Kirchenpatronen St. Peter und Paul.
Infos Pfarramt, Eichbornstr. 9, 655230 Bad Camberg, Tel 06434/908840.
Mo. 8-11 Uhr und 14-16 Uhr; Di. 14-16 Uhr; Mi. 8-11 Uhr; Do. 8-11 Uhr und 16-18 Uhr; Fr. 8-11 Uhr.
st.peterundpaul[æt]badcamberg.bistumlimburg.de
Limburg: Auf dem Gelände seiner Burg gründete Graf Konrad Kurzbold (+948) im Jahre 910 ein Kanonikerstift für eine zu bauende Georgskirche (um 940), die 1058 verschönert und erweitert wurde.
Um 1180/90 begannen die Bürger der Stadt, gemeinsam mit den Burgbewohnern und dem Kanonikerstift, an der gleichen Stelle eine neue, größere Kirche zu bauen. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1235 als Stifts- und Pfarrkirche geweiht. Sie erhielt neben dem hl. Georg den hl. Nikolaus zum Pfarrpatron.
Im Jahr 1827 wurde das Bistum Limburg gegründet, dessen Gebiet bis dahin zu Trier, Mainz und Köln gehörte. Damit wird aus der Stifts- und Pfarrkirche St. Georg eine Bischofskirche.
Der Dom wurde nie zerstört, aber innen mehrfach übermalt und restauriert. Bei der letzten Innenrestauration (1975 bis 1991) legte man über 70% der originalen Farbfassung frei und beließ sie im Zustand, in dem sie war, natürlich nicht mehr so farbig wie vor 800 Jahren. In der Romantik des späten 19. Jh. konnte man sich nicht mehr vorstellen, dass die Außenseite im Mittelalter farbig war; der Außenputz wurde entfernt. Erst bei der letzten Restauration um 1967 gab man dem Dom den Außenputz und die Farbigkeit wieder, die dem mittelalterlichen Ursprung am nächsten kommt. (Aus der Veröffentlichung des Bistums)
Öffnungszeiten und Führungen: 06431/929983,
domfuehrungen-limburg[æt]bistum-limburg.de
Hadamar: Im Jahr 1755 geweiht. Rechteckige Saalkirche. Um 1900 wurde ein Glockenturm aufgesetzt. Damals wurde auch die Stirnwand durchbrochen, ein neugotischer Chorraum angebaut und der barocke Hochaltar in die Tiefe des Chors gerückt.
Die Bauarbeiten wurden von Tiroler und heimischen Bauleuten ausgeführt. Die Stuckateure begannen die Decke mit Kartuschen und Rahmen für die Deckengemälde zu verzieren. Der Malermeister Friedrich August Rüggenberg und sein Sohn malten die Deckengemälde und die kleinen Kartuschen aus. Der Betrachter soll das Leben und Wirken, das Leiden und Sterben des Märtyrers miterleben.
Hochaltar, Seitenaltäre und die Kanzel sind hervorragende Zeugnisse des Hadamarer Barock. Für den Entwurf des Hochaltar steht Martin Volck, für die Ausführung steht Johann Thüringer. Das Gemälde in der Mitte zeigt den Heiligen Johannes Nepomuk, der seine Zunge der Gottesmutter mit ihrem Kind weiht, weil er seine Zunge gehütet und das Beichtgeheimnis gewahrt hat. Der Gründer der Jesuiten, der Heilige Ignatius und einer seiner ersten Gefährten, Franz Xaver flankieren das Gemälde. Weiter Jesuitenheilige zieren den Hochaltar und die Seitenaltäre.
Der Zelebrationsaltar aus Bronze: Koblenzer Bildhauers Hofacker. Seit 1818 ist die ehemalige Jesuitenkirche Pfarrkirche.
Infos Pfarrbüro Tel 06433/9305-0 Schlossgasse 11, 65589 Hadamar
Montag 09:00 bis 11:00 Uhr, Dienstag 09:00 bis 11:00 Uhr, Donnerstag 16:00 bis 18:00 Uhr, Freitag 09:00 bis 11:00 Uhr.
info[æt]katholischesHadamar.de
Hadamar: Die Tour endet am Bahnhof in Hadamar. Hier haben Sie die Möglichkeit, mit dem Zug (Westerburg-Limburg) bis Limburg undv on dort aus weiter (Limburg-Frankfurt) nach Idstein zurück zu fahren.
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